Arbeiten in turbulenten Zeiten

PROPAK TRENDTAG 2018

Unter dem Motto smart work. smart people luden Fachverband PROPAK und PROPAK Austria zum TRENDTAG 2018. Die Keynote hielt der Humangenetiker Markus Hengstschläger. 

Wie verändern Big Data und künstliche Intelligenz unser Arbeitsleben? Werden vollautomatisierte und vernetzte Maschinen unsere Aufgaben schneller, präziser und billiger ausführen können? Die Zukunft der Arbeitswelt hat längst begonnen. „Die digitale Revolution ist nicht neu, sie stößt nur in völlig neue Bereiche vor“, so PROPAK-Obmann Georg-Dieter Fischer in seiner Eröffnungsrede am PROPAK Trendtag.

In seiner humorvollen Keynote betonte Markus Hengstschläger, Vorstand für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien, dass die wichtigste Frage für die Zukunft ist, die Fülle an vorhandener Information richtig bewerten und nutzen zu können. Und was eine Gesellschaft braucht sind mutige, junge Menschen, die bereit sind alte Wege zu verlassen um neue zu gehen. „Nur wer es wagt loszugehen, kann auch Dinge finden, die er gar nicht gesucht hat,“ so Hengstschläger.

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Georg-Dieter Fischer, PROPAK, Markus Hengstschläger, Anneliese Aschauer-Pischlöger, InoVato, Herwig Scheider, IWI ©comunit/M. Draper

Herwig Schneider berichtet über die Ergebnisse der IWI Studie zum Qualifikationsbedarf der Branche. „71 Prozent der PROPAK-Unternehmen weisen unbesetzte Stellen auf.“ Der Mangel zeigt sich vorwiegend in der Produktion, insbesondere bei den Fachkräften. Die Digitalisierung wird Abläufe und Prozesse weiter automatisieren und vernetzen. So geht der Trend – nicht nur im IT-Bereich – in Richtung höherer Qualifikationsniveaus.

Was müssen Unternehmen leisten, um der Anforderung „attraktiver Arbeitgeber“ gerecht zu werden? Diese Frage diskutierten Marion Szeiler, Mayr Melnhof, Harald Mayer, Mondi AG, Wolfgang Ornig, SIG Combibloc, sowie Personalberater Peter Pendl.  Man war sich einig: „Im Vordergrund stehen heute drei Faktoren: Unternehmenskultur und Betriebsklima, kompetente Führungskräfte und Flexibilität“. 

Unter dem Titel „Leadership in der VUCA-Welt“ ging die Psychologin Anneliese Aschauer-Pischlöger, InoVato, der Frage nach, was Führungskräfte heute benötigen, um in einer Welt, die sich ständig verändert, instabiler und unvorhersehbarer wird, zu reüssieren. Ihr Plädoyer: „Es braucht Führungskräfte mit Empathie und Gestaltungswillen, die der Sache und den Menschen gleichermaßen dienen wollen. “ 

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Sarah Filipová, Romana Schmidbauer, Daniel Gascon, die Graphische, Sandra Baierl, Michael Wimhofer, Smurfit Kappa ©comunit/M.Draper

Was denken Millennials über die Arbeitswelt 2030? Schüler und Studierende der Graphischen diskutierten über Freiraum, um sich auszuprobieren, aber wo auch Fehler machen möglich ist; der Wunsch nach Fairness und Wertschätzung der Arbeit, keine strikten Hierarchien, sondern mitentscheiden dürfen.

Michael Wimhofer hat nach einer Lehre den Bachelor für Verpackungstechnologie abgeschlossen und ist jetzt selbst Lehrlingsbetreuer in einem Wellpappe Unternehmen. Angst vor der Digitalisierung oder einem Roboter als Kollegen hat er nicht, wie er auf dem Podium erzählte. Er möchte sich laufend weiterbilden und hat schon ein Masterstudium begonnen.

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Sandra Baierl, Harald Mayer, Mondi, Marion Szeiler, Mayr-Melnhof, Peter Pendl, Pendl&Piswanger, Wolfgang Ornig, SIG ©comunit/M. Draper

Der PROPAK Trendtag 2018 endete mit einer hochkarätigen Podiumsdiskussion und einem optimistischen Ausblick von PROPAK-Obmann Georg Dieter Fischer: „Die PROPAK ist eine Branche mit attraktiven Unternehmen, smarten Produkten und smarten Menschen. Nur so können wir gegen die Wettbewerber bestehen und erfolgreich auf dem Markt agieren.“ 

 

Presseaussendung (APA ots)
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 Der Kurier berichtet: "PROPAK Trendtag - Verpackungsindustrie macht sich zukunftsfit"

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